BI in berlin
japanologen, sinologen und koreanisten sind eine ganz besondere spezies von studenten. sie alle haben besondere merkmale und sind an ihrer art, kleidung, hobbies etc. leicht erkennbar.
ohne also klischees oder vorurteile aufbauen zu wollen, will ich doch mal kurz und prägnant mit wenigen worten versuchen zu beschreiben, was den jeweiligen fachbereich auszeichnet:
japanologie: manga, gruftis
sinologie: öko, kung-fu
koreanistik: drama, halbkoreaner und kyopos
halbkoreaner und kyopos habe ich aufgelistet weil der anteil der mehr oder weniger „blutsverwandten“ in der koreanistik berlin deutlich höher ist als zum beispiel bei den sinologen oder japanologen. unter drama verstehe ich natürlich die koreanischen dramas, was nahezu auf jeden koreanischen film zutrifft und die seit einigen jahren einen immensen schub in der beliebtheit auf der ganzen welt erleben. eine bekannte persönlichkeit hierbei ist, eeeeigentlich eher aus dem music-business bekannt aber neuerdings aus keiner koreanischen werbung wegzudenken und ebenfalls schon in einigen fernseh-film-drama-auftritten aufgefallen, der sänger unter dem pseudonym BI, übersetzt „regen“ oder „rain“. vielleicht deswegen mal eben ne kleine bitte an alle „ich liebe korea aber habe keine ahnung von der sprache“ leute: sagt bitte nicht mehr sowas wie: „ey, kennst du schon bi – rain?. koreaner doppeln moppeln zwar gerne aber hier muss das nicht sein.
wie auch immer, der herr erfreut sich größter beliebtheit was wohl zum größten teil an seiner körpergröße liegt, die für einen koreaner doch weit überm durchschnitt liegt. ob er singen kann mag ich nicht zu beurteilen, für mich gehört er eher in die kategorie „teenie-music“ somit tue ich mir das nicht (mehr) an. auf jeden fall wird er jedoch nun hauptdarsteller in dem film „ninja assassins“ der, und jetzt kommts, zu großen teilen in berlin gedreht wird. den bösen spielt collin chou der aus dem hongkong kino mehr als bekannt ist.
also für korea-fans in berlin ist das toll. der film wird in berlin gedreht, babelsberg ist nicht weit weg und einige szenen laufen dann auch zum teil am flughafen tempelhof. autogrammjäger hin. aber wie der titel schon erahnen läßt wird das ganze ein kampfsportfilm und auf dem gebiet hat sich korea bisher leider noch wirklich nicht mit ruhm bekleckert. es gibt zwar einige ausnahmen, aber BI ist alles andere als ein kampfsportler während collin chou ein absoluter profi und seit jahren in der branche ist. (spielte unter anderem in matrix 2 den bodyguard der hellseherin und in zahlreichen HK produktionen zusammen mit donnie yen – ein absoluter kampfsportexperte). es drängt sich also der verdacht auf, dass aus dem ganzen dann wieder so eine lahme produktion wird, wo der hauptdarsteller nix kann was dann natürlich durch tausend computer-effekte aufgebauscht werden muss und am ende gewinnt er mit einem „special-move“ über den sich jeder bei mir im dojo schlapp-lachen würde…
hach, kann nicht endlich mal wieder ein guter kampfsportfilm rauskommen… die vielen special-effekte müssen doch gar nicht sein wenn die einfach mal leute nehmen würden, die auch wirklich was drauf haben. da ist nach wie vor das hongkong kino einfach nicht zu schlagen. das folgende video ist nix für zart-beseitete aber es zeigt was ich meine.
und wem das nicht genug akrobatik und „special moves“ sind, dem sei hiermit verdeutlicht, dass es viele leute gibt die auch da mit überragenden qualitäten überzeugen können:
bin mir grad nicht sicher ob ich das nicht schon mal erwähnt habe, aber doppelt hält besser: der kampfsportfilm.
Comments