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Archiv für Mai 2008

workaholic

30. Mai 2008 jaycup Kommentieren

so langsam habe ich mich eingearbeitet und meine kontakte wachsen weiter. heute geh ich mittags gemütlich in den fahrstuhl um mit meiner chefin und 2 weiteren mitarbeitern mittagessen zu gehen als plötzlich noch eine hand die tür aufhält und zwei uniformierte mit bestimmt 1000 abzeichen ausgezeichnete militärs einsteigen und mich mit den worten „ach, sie sind der ausländer der so gut koreanisch spricht von dem hier alle reden“ begrüßen. jap, ich kenne jetzt zwei leute vom verteidigunsministerium. na holla.

die arbeit macht auch immer mehr spass. heute ging es neben dem üblichen kramm der jeden tag anfällt vor allem um die erste durchsicht der bewerber für die stipendien der KF. die bewerbungsfrist läuft ja nächste woche ab und da müssen jetzt so langsam alle die sich bewerben möchten ihre unterlagen einreichen. schon interessant zu sehen aus welchen unterschiedlichen bereichen leute ihr interesse an korea bekunden.
ein weiteres thema um das ich mir wohl bald mehr gedanken machen werde, wird eine mögliche förderung des ausbaus der koreanistik in europa sein. die zentrale in berlin ist nicht nur für deutschland zuständig sondern eigentlich für fast ganz europa und da wir nur begrenztes personal haben ist da jede idee gefragt und jeder mitarbeiter der sich da ein kopf drüber macht hat auch tatsächlich ein entscheidungsgewicht. dementsprechend muss ich mich jetzt erstmal mit den vorhandenen möglichkeiten vertraut machen um dann mögliche wege aufgreifen zu können. ist eine spannende sache und auch das wird meine kontaktliste erweitern denn der aufbau von netzwerken und der beginn einer leichten koordinierung zwischen korea-experten wird auf jeden fall eines der hauptthemen sein. 
nunja, schauen wir also wie sich das weiter entwickelt aber der beginn ist (nach einem kleinen leichten tief bei genauer betrachtung der künftigen verdienstmöglichkeiten) doch sehr vielversprechend. die arbeit ist abwechslungsreich, man kriegt unmengen von kontakten und natürlich verbessert sich mein koreanisch täglich denn auch wenn die vokabeln mir nicht leicht fallen, dadurch dass ich sie ständig und immer wieder vor die nase kriege setzen sie sich schon fest…
einen nachteil muss ich aber doch erwähnen: ich bin platt. früh morgens uni, dann arbeit, dann training/date/freunde je nach wochentag und spät abends dann hausaufgaben und bachelorarbeit… schlaucht wirklich ganz schön…
Kategorien:arbeit

fachvokabular…

29. Mai 2008 jaycup Kommentieren

…fällt mir wirklich schwer. gestern hatte ich ein kurzes gespräch mit unserem beinahe-prof herr brochlos, der mir ein wenig trost spendete und versicherte, dass ich mir keine sorgen zu machen brauche. so schnell wie ich bisher gelernt habe braucht man sich nicht wundern und wohl irgendwann einfach etwas zeit um das ganze etwas „sacken“ zu lassen bevor man wieder mehr aufnehmen kann, das gilt insbesondere für die ganzen wörter chinesischen ursprungs die sich irgendwie alle wirklich ähneln. also step by step und wie der koreaner sagt: fighting ^^

aus meinem probemonat ist wohl eine probewoche geworden, denn heute wurde ich offiziell dem botschafter vorgestellt. ich hatte mich jedoch beim letzten mal wohl geirrt, wahrscheinlich bin ich bei dem ganzen fahrstuhl-rumgefahre irgendwie orientierungslos geworden: guuuut, der botschafter sitzt doch ein stockwerk ÜBER mir :-)  vor der arbeit habe ich noch dem präsidenten der fu-berlin einen besuch abgestattet, der herr hat von mir im namen der kf ein paar angeforderte infos überreicht bekommen. nach einigen telefonaten und terminverabredungen kann ich eines nun auf jeden fall sagen: durch den job kriegt man so einige wirklich nützliche kontakte und er ist recht abwechslungsreich. also eigentlich bietet er schon so einiges was mir später im berufsleben speziell wenn ich nach korea gehe helfen sollte. vom hotel noch keine nachricht von daher…
desweiteren geht mir noch so ein gedanke durch den kopf: sollte ich entgegen aller hoffnung fürs nächste jahr KEIN stipendium bekommen, brauche ich um ein visum zu erhalten ein gut gefülltes konto. es muss kein vermögen sein, aber ich sag mal um die 5000-7000 eur sollten es schon zum „nachweis der finanziellen sicherheit“ sein. unter den umständen wäre es vielleicht doch gut den sommer noch hier zu verbringen? tjaja, ihr sehr in meinem kopf brodelt es heftig :-)  
in korea ist es wohl trend slogans jährlich zu wechseln. so auch die yonsei. letztes jahr hieß es noch „standing proud“, dieses jahr ist es „the first and the best“. auch wenn ich von dem ganzen nich so viel halte, ich vermisse die uni… jetzt wo es warm wird vermisse ich die abende wo man abends vor den unzähligen restaurants sitzt, gemütlich fleisch grillt, danach den batting cage aufsucht… hach… wie auch immer, ich werde mich nicht mehr um das stipendium für japan bewerben. das würde meinen studienabschluss nochmal um mind. 1 semester hinauszögern und das muss nicht sein. falls es eine möglichkeit geben wird suche ich japan während des masterstudiums auf, wenn nicht dann halt nicht. irgendwann muss man prioritäten setzen.

zukunftspläne

27. Mai 2008 jaycup 1 Kommentar

also, je näher der studienabschluss rückt, umso flatterhafter wird man und der kopf schwillt schon fast an vor lauter ideen, möglichkeiten, sorgen und plänen. mein kopf besonders :-) dazu kommt etwas das ich in den letzten tagen feststelle: schön dass man als KOREANIST tatsächlich scheinbar gute jobchancen hat. der japan-zug ist vor etwa 10 jahren abgefahren und der china-zug ist grade voll am schwung holen, aber der korea-zug ist grad noch am tank füllen. eine gute wahl ^^

vom character gehöre ich zu der sorte mensch, die sich sehr leicht für etwas neues begeistern können und das dann auch mit voller energie anpacken – genauso schnell kann das interesse aber auch wieder nachlassen. hat manchmal seine vor- und manchmal auch seine nachteile.
meine wunschvorstellung für einen späteren job war eigentlich ein handelsunternehmen. import- und export, geschäftsreisen, internationale kontakte pflegen und verkaufen, dass sich die balken biegen.
dann kam die idee prof. zu werden. sprache perfektionieren, wissen ausbauen und später das gelernte weitergeben und irgendwie weiterhin am unileben beteiligt sein. hat was.
in der touristikbranche ist ein hotel sehr interessant. immer in kontakt mit menschen aller coleur aus allen teilen der welt, sprache und ausdrucksfähigkeit perfektionieren und die für mich immer einfach unglaubliche atmosphäre eines gehobenen gästehauses zu der ich mit beitragen darf. ich mag hotels.
and the winner is? tja, das wird sich noch herausstellen. da aber ein paar neugierige mich nach mehr details zu dem hotel gefragt haben: hier die internetseite des hauses, welches mir das praktikumsangebot unterbreitet hat. es handelt sich um das novotel ambassador doksan und es ist wohl ein sehr gutes business hotel gelegen in seoul in einer ecke von kangnam.
bei der KF läuft es im moment sehr gut und es macht auch wirklich spass zumal meine chefin mir auch wirklich in vieler hinsicht gut entgegenkommt. dennoch: ich bekomme immer mehr das gefühl, dass obwohl ich auf arbeit die ganze zeit koreanisch spreche, ich mich nur dann wirklich noch weiter steigern kann, wenn ich nach korea gehe. besonders bei dem ganzen geschäftsbriefverkehr merke ich sehr deutlich sehr schnell wo meine grenzen sind. nochmal 2 semester sprachkurs in business-koreanisch wären auf jeden fall hilfreich. soweit ich weiß bietet das die deutsch-koreanische ihk in seoul an… in deutschland sieht es da mau aus.
wort des tages: 고민, 걱정
also ich weiß bis heute nicht so genau wann man welches davon benutzt. irgendwie mach ich das intuitiv und in der regel liege ich damit auch richtig, der unterschied ist wohl nur marginal. die sorgen. meine merkregel ist so: geht es um die sorgen ein bestimmtes thema oder person betreffend dann nimmt man 걱정. geht es um eher allgemeine sorgen wie „die zukunft“ dann passt 고민 besser (und ich hoffe ich lag bei der erklärung mit meinem gefühl richtig ^^).
Kategorien:arbeit, studium

keine foundation?

26. Mai 2008 jaycup 3 Kommentare

so, habe eben meinen mac wieder vom service center abgeholt. ich bekomme nicht nur das gehäuse komplett erneuert sondern auch die tastatur. um aber die koreanische tastatur beizubehalten muss diese nochmal extra aus korea „besorgt“ werden. da das ein paar tage dauern kann hab ich den mac erstmal wieder nach hause genommen damit ich hier arbeiten kann :-)

so, ich kann also nun vielleicht ein paar worte zu meiner neuen arbeit verlieren. zunächst eine grobe beschreibung der tätigkeit, die in zwei bereiche gegliedert werden kann: büro und privat.
im büro kümmere ich mich grob um so ziemlich alles administrativ / organisatorische was anfällt. dazu gehört die buchhaltung und rechnungskontrolle, planung der geschäftsreisen für frau chef (hotelbuchungen und flug-bahn-ticket-reservierungen), postbearbeitung samt übersetzung, planung und organisation von auftritten der korea foundation bei veranstaltungen wie zum beispiel der bald beginnenden expolingua. ergänzend dann noch prüfung der bewerber um die kf-stipendien.
mit privat ist alles gemeint was notwendig ist, um frau chef das einleben in deutschland zu erleichtern, zumal sie kein deutsch spricht. neues auto? probleme im appartment? ein besonderes geschenk für die familie? ohne deutsche sprachkenntnisse nur schwierig zu bewältigen und somit mit mein aufgabengebiet. insgesamt also eine durchaus angenehme tätigkeit mit einer guten portion verantwortung.
nachdem ich jedoch mit meiner vorgesetzten nun einige weitere gespräche geführt habe und ein wenig die zukunftsplanung und möglichkeiten erforschte, ergaben sich auch einige negative aspekte, die das blatt zum kippen bringen.
die korea foundation ist eine stiftung (das wort 재단 bedeutet stiftung). sie ist eine unabhängige organisation die nur teilweise mit dem ministerium für außenangelegenheiten koreas in verbindung steht und wird sonst hauptsächlich durch private organisationen finanziert. auch wenn also die deutsche abteilung der KF in der koreanischen botschaft stationiert ist und der botschafter ein stockwerk unter meinem büro residiert, eine direkte beziehung besteht nicht. dementsprechend gibt es keine möglichkeit um von dieser positionen in irgendeiner art und weise auf eine tätigkeit direkt für die botschaft umzusteigen. da das büro lediglich mit 2-3 personen besetzt ist fehlt ein sehr wichtiges element: aufstiegsmöglichkeit.
der zweite punkt ist das gehalt. ich werde keine genauen zahlen angeben denn ich denke das sind ein wenig interna, aber so viel sei gesagt: in teilzeit arbeitend ist es absolut in ordnung und würde für mein studentenleben auf jeden fall genug sein. bei umstieg auf vollzeit ist es jedoch… mehr als unbefriedigend. ich würde durchaus einen einstieg mit geringem gehalt akzeptieren wenn es eine absehbare aussicht auf beförderung/steigerung gebe – dies ist jedoch nicht der fall. bei annahme der tätigkeit war ich mir über die konditionen bei vollzeit nicht bewußt, die genauen daten bekam ich erst am freitag… ich denke jedoch dass das ein KO kriterium für diesen job ist. man soll sich nicht unter wert verkaufen…
mit meiner chefin werde ich darüber also morgen abend nach der arbeit sprechen müssen und meinen standpunkt klar machen. ich denke in teilzeit würde ich das gerne weiter machen, aber in vollzeit… sieht es schlecht aus. da lockt der ruf des hotels doch ein wenig mehr… was mache ich nu?
ursprünglich war einer meiner vorsätze für die zukunft auf gar keinen fall für stiftungen, vereine, NGOs etc. zu arbeiten, denn die stellen sind in der regel schlecht bezahlt und nicht sehr spannend. von der tätigkeit für die KF in der botschaft hatte ich mir da jedoch ursprünglich (und nicht nur ich) mehr erhofft, aber die realität bestätigt nun doch meine ursprüngliche meinung… wirklich schade.
schon witzig. da habe ich mir mit jan einen heißen wettkampf um die gunst der dame geliefert und mich mit mühe und not trotz rein fachlich schlechterer qualifikationen durchsetzen können (zu den kriterien von personalchefs – egal ob koreanisch oder nicht – erzähle ich ein andermal was) und nun sieht es so aus, dass am ende keiner von uns dort bleiben wird. c’est la vie sagt man da wohl ^^
so nebenbei möchte ich auch ein wenig werbung für meine und jans veranstaltung bei der langen nacht der wissenschaften machen: besucht uns an der FU!
wort des tages: 승진 – 昇進
beförderung. das ist für mich heute das wichtigste wort weil es mehr oder weniger auch eines der wichtigsten kriterien bei der jobwahl darstellt. man kann in jedem bereich klein anfangen – solange es aufstiegsmöglichkeiten gibt. mühe und fleiß sollen belohnt werden und eine beförderung – zumindest bis zu einem gewissen punkt – ist einfach eine notwendige perspektive.
Kategorien:arbeit

wochenende

23. Mai 2008 jaycup 6 Kommentare
eine sehr interessante woche geht nun zu ende. ich habe mit der arbeit bei der korea foundation angefangen und auch wenn es nur zur probe ist und ich sicherlich noch nicht weiß ob und wann wie was sein wird, ich geb mir mühe damit ich mir diese entscheidung auch für die zukunft freihalten kann. sprich: jetzt wird gearbeitet. nur so nebenbei: entgegen ursprünglicher vorstellung fällt das gehalt doch auch ein wenig höher aus, so dass sich nun auch langsam aber sicher der gedanke an eine neue wohnung breit macht… aber da warte ich auf jeden fall erstmal die probezeit ab ^^
vorhin war ich im kino um mir den film anzuschauen, auf den wohl die halbe welt mit sehnsucht gewartet hat:

die rede ist von dr. henry jones junior der sich jedoch gerne per künstlername nach seinem lieblingshund „indiana“ ansprechen läßt. erst kürzlich kamen die ersten 3 teile der indian jones reihe und es bleibt festzuhalten, dass es einfach mit die besten filme waren die jemals auf der leinwand ausgestrahlt wurden. witzige dialoge, hauptdarsteller mit viel charisma, packende story und so gut umgesetzt, dass man es sich einfach immer und immer wieder anschauen kann. dementsprechend groß war natürlich die erwartungshaltung an den neuen, vierten teil.

also wenn ich euch davon abrate sich den film anzuschauen wird sicherlich keiner auf mich hören, denn als indiana jones fan (und wer ist das nicht?) muss man natürlich schauen was aus indy nun geworden ist… aber leider wurde die chance ein neues meisterwerk zu schaffen gründlich verhauen und ich denke mr. lucas sollte mal langsam einsehen dass seine goldene zeit vorbei ist. ganz ehrlich, die story wirkt total ideenlos, zu viele special effekte blähen das ganze in die falsche richtung auf und teilweise wurde dreißt bei anderen filmen abgeschaut. einzig die schauspieler haben sich gut mühe gegeben und die dialoge waren auch ok… naja, jetzt versteh ich auch was die bei den „making of“ mit B-movie meinten… also ihr könnt ja mal euer feedback dazu geben, aber ich persönlich war wirklich enttäuscht aus dem kino gegangen.
wort des tages: 실망 – 失望
die enttäuschung. ebenfalls in kombination mit 하다 verwendbar.
Kategorien:entertainment