mein gott war ich heute ko. ich kam gestern relativ spät nach hause da ich erst in der oper war und mir „die fledermaus“ in der komischen oper anschaute und danach noch eine verabredung hatte… und ausgerechnet an dem abend musste um 1 uhr der film „collateral“ noch ausgestrahlt werden.
also man mag ja von tom cruise halten was man mag und auch seinen einsatz für die scientologen werde ich sicherlich nicht gut reden, aber er ist schon ein klasse schauspieler und in dem film „collateral“ übertrifft er sich selbst. die rolle passt einfach so perfekt, ich musste mir den film einfach anschauen. um 3 uhr morgens war er dann zu ende und ich fiel in einen tiefschlaf um dann nur 2,5 stunden später wieder aufzuspringen und bewaffnet mit buttermilch, banane und stulle mir im bus die notwendige energie für die nächsten 7 stunden arbeit anzufuttern. nach der arbeit ging es zum potsdamer platz und da auf die wiese. tshirt runter und in der sonne brutzeln…20 minuten dösen auf der wiese in der sonne… hach, was gibts schöneres… naja, dann stand aber schon die nächste verabredung an.
wie auch immer, der grund warum ich heute schreibe ist ein anderer. als asieninteressierter und student der asienwissenschaften begegnet man ihnen unausweichlich: den buddhisten. es gibt mittlerweile recht viele europäer die sich zu dieser „lebensart“ bekennen, in berlin gibt es mehrere tempel die einige der möglichen formen vertreten und mit den kleinen-runden-holz-armbändchen bewaffnete leute trifft man auch an jeder ecke, wobei die chancen doch schon gut stehen, dass es sich dabei nicht unbedingt um den trendigen h&m-shopper handelt.
ich persönlich interesse mich für religionen nur bedingt und würde mich da zu nichts verschreiben wollen, auch wenn ich als pole selbstverständlich katholisch getauft bin. ich würde aber trotzdem nie auf den gedanken kommen meinen glauben zu wechseln oder mich als sonst irgendwas bezeichnen zu wollen, einfach weil das für mich keine rolle spielt, aber da kommen die genannten buddhisten ins spiel.
ich bin ja immer wieder erstaunt, wie schnell das so manchem über die lippen kommt. „ich bin buddhist“. insbesondere bei studenten der asienwissenschaften stellen sich bei mir dann gleich alle radarstellen hoch, denn die wahrscheinlichkeit, dass man es hier nun mit einem „freak“ zu tun hat, ist extrem hoch. an sich würde mich ja sowas nicht stören, so etwas gibt es ja quasi überall und kann man auch sicherlich auf jeden glauben in zig fällen übertragen, aber was mir immer wieder auffällt ist, dass ausgerechnet die europäischen „buddhisten“ bei allem scheinheiligen getue und objektiv-neutralem gelabber doch recht eindeutig immer der meinung sind, den „besseren“ glauben gewählt zu haben, andere verurteilen und selten auch wirklich tollerant sind.
mittlerweile sind mir da so einige persönlichkeiten bekannt, mancher besser, manche weniger aber unter all diesen personen kenne ich nicht eine einzige, von der ich sagen könnte, dass er/sie den glauben wirklich vertritt. sich in nem tempel regelmäßig vor den buddha zu knien und sutren zu retizieren ist halt nicht der punkt. was mich stört ist, dass einfach das alltagsverhalten nicht mit dem übereinstimmt, was die leute selbst als „ihren weg“ den anderen vorzugaukeln versuchen. naja, zugegeben, sowas gibt es auch bei den christen reichlich. aber von denen gibt es hier so viele, dass es auch genug gegenbeispiele gibt und da sind mir auch besonders in meiner eigenen familie einige bekannt, die ihre religion wirklich einfach leben ohne daraus einen hehl zu machen. bei den buddhisten fällt da die statistik einfach ungünstig aus… oder? ^^
so, als vorbereitung auf die regenzeit habe ich gerade meine neuen kappa-schuhe imprägniert. 2 mal. letztes jahr sind mir während der regenzeit 2 paar schuhe auseinandergeflogen, das soll dieses mal nicht passieren. dumdium, countdown läuft, noch 10 tage bis zum abflug!
wort des tages: 불교
der buddhismus.
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