rassismus in korea
ja, ich weiß, eine sehr plakative überschrift, aber lässt sich nicht ändern. nationalismus ist in asien ja bekanntlich eine tugend, die immer wieder mehr/minder deutlich auf unterschiedliche weisen in korea, japan und auch in china zu vorschein tritt. finde ich soweit auch nicht weiter tragisch, hab mich schon an einiges in der hinsicht gewöhnt. offener rassismus ist dagegen etwas, dass nicht ganz so häufig zum vorschein tritt. die folgenden bilder jedenfalls, haben mich doch ein wenig schockiert. ich hatte recherchen betrieben, um mehr infos über meine späteren berufsmöglichkeiten in korea zu erhalten. das war jedenfalls nicht die sorte von informationen mit denen ich gerechnet habe:
sowas kenn ich schon aus nachrichten. in aller regel geht es dabei um gebiete aus denen bestimmte bevölkerungsgruppen gegen eine entschädigung ausgesiedelt werden. wenn man nicht mit der entschädigung zufrieden ist, protestiert man. packt man in die wut dann noch den koreanischen eifer, den hang zur übertreibung und das masslose hineinsteigern hinzu, dann wird die aussage des plakats nicht besser, aber zumindest kann man dann damit noch umgehen. das hier geht aber schon einen zacken weiter:
aha. hier von niveaulos zu sprechen wäre der gipfel der untertreibung. jetzt wird einigen womöglich auch klar, wie ich darauf gestoßen bin. es geht um den bau des kempinski hotels auf einer insel in der nähe des incheon flughafen. wie man jetzt hier auf juden kommt ist mir allerdings schleierhaft…
diese bilder haben in diversen blogs die runde gemacht und stammen aus dem jahr 2007. ich habe noch ein wenig nachgeforscht und ein paar koreanische zeitungsberichte dazu übersetzt. es geht tatsächlich um die zuvor genannten entschädigungszahlungen für landbesitz, die einrichtung von sonderwirtschaftszonen etc.. man sollte dazu sagen, dass die wut oft berechtigt ist. die entschädigungszahlungen sind in vielen fällen nur ein bruchteil des eigentlichen wertes. ich werde mal noch ein wenig forschen und schauen wie die lage jetzt nach 1,5 jahren aussieht…
Tja, im Zweifelsfall sind eben wir Juden schuld. -__-;
Das ist schon ganz schön krass, muss ich sagen. Wobei das krasseste dabei vielleicht ist, dass ich es irgendwie sogar verstehen kann, wenn die Koreaner wütend auf die Weißen sind.
Und es ist ja nicht so, als würde es hier keinen Rassismus geben. Schön wär’s…
Ehm….Du solltest dich mal ueber deinen zukuenftigen Arbeitgeber informiernen, dann weisst du, warum Juden ^^
@julia: jap, leider gibt es das überall…
@jan: die geschichte des kempinski ist mir bekannnt – nur was ist da heute noch von judentum übrig? …
naja nix, aber das interessiert niemanden….so ist das mit plakativen thesen……irgendwo war mal was ^^
in der von deutschen betriebenen platoon kunsthalle in cheongdam-dong haengt ne ami-flagge mit davidssternen anstatt sternen..
betrieben von linken (!) werbekreativen aus prenzelberg…
man kriegt das einfach nich raus aus menschen, egal wieviel zeit vergeht und was passiert