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Archiv für die Kategorie ‘sports - cup’

trance

11. März 2009 jaycup Kommentieren

wenn man viel sport treibt gibt es ein interessantes phänomen was immer wieder besonders bei ausdauer-training auftaucht. beim joggen oder schwimmen passiert es mir zumindest öfter, dass ich anfange und eigentlich gar nicht merke wann mein körper eigentlich schon seine reserven aufgebraucht hat. man rennt los – und rennt – und rennt – die atmung bleibt konstant, der kurze moment in dem man dachte man wäre erschöpft war irgendwie nur ein paar sekunden da und ist auch schon wieder weg, der kopf ist leer, der körper bewegt sich wie von selbst. irgendwann hat man seine strecke abgearbeitet, kommt am ziel an und bleibt stehen – und erst dann nach ein paar sekunden merkt man doch wie erschöpft man eigentlich schon ist. genial gefährlich. genial weil man den körper damit doch jedesmal an eine bestimmte grenze bringt und sich somit immer weiter steigert. gefährlich nur in dem sinne, dass wenn man sich eben keinen schlusspunkt legt, kein ziel dass man erreicht und dort bewusst „stop“ sagt, dass man da durchaus den körper total überlasten und zusammenbrechen kann.

vor einigen jahren ist mir das zum beispiel einmal beim training passiert. ich hatte eine sehr schlimme nachricht erhalten, meine mutter war im krankenhaus und ich war so stinksauer, diese wut musste irgendwo raus und in der regel ist mein training mein ventil dafür. ich war übrigens nicht auf jemanden bestimmten sauer, sondern nur auf mich selbst, weil ich mich einfach in der situation nur so hilflos fühlte… aber das ist ne andere geschichte. wie dem auch sei, ich bin zum training und habe den sandsack solange bearbeitet, bis mir irgendwann schwarz vor augen wurde und ich einfach umgekippt bin. ich hatte davor aber kein gefühl dass mir kondition oder kraft ausgehen würden, es war einfach wie von einer sekunde zur nächsten…

von jemand anderem habe ich gehört, dass beim exzessiven sport treiben glückshormone freigesetzt werden, die ähnlich wie adrenalin wirken und einem extreme kraftreserven zur verfügung stellen.

egal was nun die rein biologische erklärung dafür sein mag: es ist wie ein trance-zustand in dem der kopf einfach absolut leer ist und ich muss ehrlich gestehen, dass ich das im moment sehr gut gebrauchen kann, abends auf diese art und weise für 1-2 stunden abzuschalten. noch keine antwort aus china.

hmm, heute ist vollmond… wird ne lange nacht…

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sommer! – und lauftechnik

28. Februar 2009 jaycup 3 Kommentare

naja, noch nicht ganz, aber ein blick auf die temperaturen der nächsten wochen läßt hoffnung aufkeimen:bild-21na das ist doch schon was. noch 1 monat und ich kann meine dünne pimp-jacke die ich mir noch kurz vor der abfahrt in korea geholt hatte wieder rauskrammen. auf jeden fall ist das klasse, denn nun kann man langsam wieder mit sport draußen anfangen.

ich mag es abends zu joggen. berlin ist in meiner gegend so ab 22 uhr ziemlich ruhig und leer, wenn man dann durch die vielen seitenstrassen rennt wirkt es irgendwie beruhigend und befreiend. die leichte nahrungsumstellung hat erste früchte getragen, ich war gestern das erste mal seit langer zeit joggen und die knappen 45 minuten waren nicht sonderlich anstrengend konditionell. allerdings merkte ich heute morgen, dass mein körper die belastung nicht mehr gewohnt war, denn die ersten schritte aus dem bett hätten mich fast wieder umgehauen: die waden fühlten sich bei jedem schritt an als ob sie gleich reißen würden!

das liegt an meiner lauftechnik. joggen ist nicht gleich joggen und je nachdem was für ein training man bevorzugt gehören unterschiedliche laufmethoden dazu. ich benutze schuhe ohne besondere federung, also keine laufschuhe wie man sie in sportläden empfohlen bekommt. meine schuhe sind so dünn, dass ich eigentlich schon fast den boden direkt spüre. das erfordert mehr arbeit für die gelenke und schärft die feinmotorik. wissenschaftler sagen da oft, dass es schädlich für die gelenke und insbesondere das knie sein kann, aber um dem entgegen zu wirken trete ich beim laufen auch immer nur mit dem fußballen auf. dadurch steigt die belastung für die waden sehr viel stärker an, das knie wird jedoch weitgehend entlastet. am anfang sind da wadenkrämpfe auch normal, aber der körper gewöhnt sich an solche belastungen sehr schnell und in der regel ist man bereits nach einer woche schon „drin“. nur die kurzen sprints hätte ich gestern vielleicht noch lassen sollen… wie auch immer. auf jeden fall ist das auch die art wie man joggen sollte wenn man kampfsport betreibt. die so trainierte muskulatur macht sich insbesondere bei schnapptritten sehr schnell positiv bemerkbar.

ich kann es beim besten willen nicht verstehen, warum den leuten immer empfohlen wird mit der ganzen ferse abzurollen. die möglichkeit da fehler zu machen ist so groß und die folgen sind oft knieschmerzen und hüftprobleme. um die zu lindern kauft man spezielle gefederte laufschuhe die an die fusshaltung angepasst werden und oft über 150 eur kosten. hallo?? gehts noch? 150 eur für schuhe nur damit man die grundlegendste motorik des menschlichen körpers sorglos ausführen kann? die anpassung der laufsohlen bringt auch nur auf absolut ebenen flächen etwas, sobald man in einen park oder waldgebiet reinjoggt ist der vorteil futsch. hinzu kommt, dass die anpassung der schuhe, der feinmotorik der gelenke die arbeit abnimmt und diese somit nicht trainiert werden. im gegenteil, die gelenke können dadurch eher noch anfälliger für schäden werden. es gilt eine einfache grundregel: mit der richtigen technik gibt es kaum übungen die der gesundheit schaden. im gegenzug dazu wird man aber mit der falschen technik, trotz bester ausrüstung seinem körper eher schaden als helfen. in diesem sinne: viel spass bei den vorbereitungen für den sommer ;- ) hach, was ich mir noch wünschen würde, wären so sportgeräte in den parks wie in korea. naja, hier würden die wahrscheinlich nach ein paar tagen spurlos verschwinden…

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valentinstag und training

15. Februar 2009 jaycup Kommentieren

valentinstag wollte ich eigentlich trübsal blasen, aber dann hat sich doch was nettes ergeben und nach 3 clubs bin ich dann um 5 uhr morgens kaputt ins bett gefallen. eigentlich wollte ich also dann heute das training ausfallen lassen, habe mich aber dann doch aufgerafft und war um 13 uhr auf der matte. es hat sich gelohnt.

als ich beim training ankam wartete eine sehr nette überraschung. ein alter trainingspartner von mir ist wieder in unseren verein zurückgekommen! ein guter trainingspartner ist wirklich gold wert. oft hat man es beim training mit leuten zu tun die sich entweder nicht unter kontrolle haben, die übereifrig sind, anderen was beweisen wollen oder auch andersrum welche die einfach demotiviert oder nicht entschlossen genug sind oder auch welche die einfach nie bis ans limit gehen könenn oder wollen. damit ist es eher wahrscheinlich dass man sich verletzt oder weder was lernt noch dem anderen was beibringen kann. der genannte freund von mir ist aber einfach ein perfekter sparring partner. gute technik, kraftvoll aber kontrolliert und er ist wirklich der netteste kerl der welt, aber wenn ich ihn darum bitte dann zertrümmert er mir ein brett aufm kopf ohne mit der wimper zu zucken. hört sich vielleicht verrückt an, aber gerade beim abhärtungstrainig mit brettern zum beispiel ist es wichtig dass man auch wirklich ohne skrupel die aktion voll durchzieht. wer zögert riskiert eher eine verletzung.

hachja, da kommen wirklich viele erinnerungen wieder. ich weiß noch wie wir uns damals beim training die arme und schienbeine grün und blau geprügelt haben um danach lachend nach hause zu humpeln. das wird jetzt zwar sicher nicht mehr so extrem sein, aber da ich nach dem studium wieder mehr zeit ins training investieren wollte, trifft sich das wirklich sehr gut.

ahja, julia ist am freitag nach china geflogen zweckes praktikum, wer sich also dafür interessiert wie ein praktikum in china aussehen kann, der sollte sich ihren blog mal anschauen. wie sie mir übrigens mitgeteilt hat, ist mein blog in china gesperrt – genauso wie fast alle blogs von wordpress.

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kampfsport und kreuzbandriss

5. Februar 2009 jaycup 2 Kommentare

das schlimmste was ein kampfsportler sich vorstellen kann, ist eine knieverletzung. bei der beweglichkeit die einem abgefordert wird ist ein dauerhafter knieschaden ein wahrer alptraum.

wie das schicksal es aber wollte, wurde dieser alptraum nach rund 15 jahren training für mich wahr. vor etwa 3,5 jahren hatte ich mir beim wettkampftraining einen vorderen kreuzbandriss am rechten bein zugezogen und unterzog mich dann einer so genannten plastik-OP nach der trans-fix-technik. wer sich für den ablauf interessiert dem möchte ich mal die internetseite meines damaligen arztes nahelegen. die wird dort sogar bild-dokumentiert, ich empfehle jedoch vorher nichts zu essen.

wie dem auch sei. nach der OP war mein rechtes bein rund 8 cm dünner. schon wahnsinn, mein körper hat 8 cm reiner muskelmasse innerhalb von nur 3 tagen im krankenhaus einfach so abgebaut. hinzu kommt, dass mein bein komplett steif war. es war in einem etwa 15 grad winkel fixiert und ich konnte es weder beugen noch strecken. aufgrund der abgebauten muskulatur und des noch nicht festgewachsenen knie-implantats durfte das bein die ersten wochen mit nicht mehr als 15 kg belastet werden – was in etwa dem einfach auflegen des beins auf den boden entspricht, ohne auch nur 1 gramm körpergewicht darauf zu verlagern. last but not least: das originalkreuzband hält das knie nicht nur zusammen, es ist auch voll mit kleinen nerven, welche die bewegung des beins steuern und für feinmotorik extrem wichtig sind. dies kann durch kein implantat jemals ersetzt werden. aus diesem grund ist es die einschätzung der ärzte (und der versicherungen), dass man sein bein danach nie wieder zu mehr als 80% seiner ursprünglichen leistung regenerieren kann. wie man sich also vorstellen kann, war die angst nie wieder sport treiben zu können wirklich sehr groß.

REHA-training 2 mal die woche, 2 x massagen und jeden tag 4-6 stunden training zu hause haben mich schnell genesen lassen. nach 3 monaten schon bin ich mit krücken zum kampfsporttraining gehumpelt und nach nur 5 monaten habe ich schon wieder mit leichtem akrobatik-training angefangen… mittlerweile bin ich absolut wieder fit und merke keinen unterschied zu vorher. 

damals wollte ich eine internetseite darüber schreiben, wie man als kampfsportler nach so einem vorfall wieder zurechtkommt – oder auch nicht, je nachdem wie sich das entwickelt hätte. nur wußte ich damals nicht über die möglichkeiten des bloggens bescheid. auch wenn ich damals ein tagebuch darüber geführt habe und in meinem terminkalender jeder fortschritt und jedes training dokumentiert ist, wäre es jetzt zu spät das nochmal aufzukurbeln. stattdessen werde ich aber nach der bachelor-arbeit ein kleines video drehen – als ansporn für jeden der sich vielleicht in einer ähnlichen situation befindet. so viel vorab: kampfsporttraining ist und bleibt das beste was man sich nur antun kann.

kampfkunst – und wissenschaft

1. Februar 2009 jaycup 3 Kommentare

eigentlich bin ich kein großer galileo-fan, aber heute will ich doch eine recht gute reportage zum thema kampfkunst präsentieren. die teilnehmer die an dem wissenschaftlichen experiment beteiligt sind, sind allesamt bekannte profis und die reportage ist trotz gelegentlicher sprachlicher übertreibungen und einem wissenschaftlichen grad der doch angezweifelt werden kann insgesamt betrachtet wirklich gut gemacht. viel spass dabei!

teil 1:

teil 2:

teil 3:

teil 4:

teil 5:

Kategorien:sports - cup