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Archiv für die Kategorie ‘studium’

ausspannen

12. Mai 2009 jaycup 5 Kommentare

es ist vollbracht. die bachelorarbeit ist eingereicht, den antrag auf studienabschluss habe ich bereits ausgefüllt und werde ihn nächste woche in den briefkasten werfen. das wars. fertig. amen. welch ein segen. ENDLICH kann ich mich auf andere dinge konzentrieren… welch erleichterung. damit werde ich nach jan wohl der 2. offizielle absolvent der koreanistik in berlin. ui. eigentlich ist es nur proforma denn meinen arbeitsvertrag habe ich schon, aber wenn ich später noch einen MBA oder master in international relations (oder etwas in der richtung) hinterherschieben möchte, dann ist der abschluss schon notwendig.

in der chinesischen botschaft war ich heute ebenfalls, mal wieder. diesesmal bewaffnet mit einem offiziellen einladungsschreiben, auf dem ein riesiger roter stempel des hotelmanagers der beamtin wohl ein klein wenig respekt einflösste. auf jeden fall waren die damen heute wesentlich kooperativer und ich bekomme jetzt mein geschäftsvisum. zwar nur für 90 tage und mit einmaliger einreise, aber das kann man dann problemlos vor ort verlängern. damit ist auch diese sorge von den schultern.

übrigens: wie ich mitbekommen habe, erhalten im moment amerikaner und mexikaner gar kein visum für china. jeder us-bürger oder mexikaner der in china ankommt wird wohl sofort unter quarantäne gestellt.

nun geht es also an die reisevorbereitungen und selbststudium. habe noch ein dickes buch über hotelmanagement, welches ich nicht vorhabe mitzuschleppen. muss es also bis dahin komplett durcharbeiten. dann steht BWL und chinesisch auf dem programm. ich muss ehrlich sagen, dass ich mich bisher mit chinesisch nicht sehr weit anfreunden konnte. der klang der sprache ist ziemlich…grauenvoll für meine ohren. habe mir so genannte podcasts für mein itunes runtergeladen und lerne damit, aber nach etwa 30 minuten hör-sprech-übungen muss ich unbedingt etwas japanisches oder koreanisches hören, einfach nur um kopf und ohren etwas relaxendes zu gönnen. allerdings habe ich die hoffnung, dass sobald ich ein wenig sprachgefühl entwickelt habe sich dieses problem legt.

Kategorien:China, studium

ich heiße jakub

7. Mai 2009 jaycup 4 Kommentare

der allererste sprachkurs den ich besuchte (außerhalb der schulzeit) war ein japanisch-kurs an dem deutsch-japanischen zentrum berlin. tolle sache, ich war ja schon immer interessiert daran eine asiatische sprache zu lernen und aufgrund meiner begeisterung und unkenntnis habe ich auch die lehrmethoden kaum in frage gestellt. eines der ersten dinge die wir damals gemacht haben, war einen japanischen namen zu bekommen. ich erinnere mich noch sehr gut, dass mein damaliger japanischer name „yamamoto“ war.

mittlerweile habe ich meine einstellung grundlegend geändert – ich heiße jakub. punkt. natürlich ist es witzig sich einen imaginären namen zuzulegen und sich damit scheinbar in die umgebung anzupassen. sollte man soweit gehen diesen namen auch außerhalb des unterrichts anzuwenden ist es natürlich auch unterhaltsam für die gesprächspartner einen ausländer mit einem namen aus ihrer sprache anzusprechen, nicht zuletzt vereinfacht es die kommunikation. wer besonders gut dastehen möchte, legt sich zudem einen namen zu, der eine bestimmte bedeutung beinhaltet. gerade im koreanischen / japanisch / chinesischen kommt das über namen die aus chinesischen zeichen bestehen besonders gut. das macht eindruck. die bedeutung kann einen ersten eindruck über die persönlichkeit vermitteln (oder zumindest wie man sich selbst betrachtet) und zudem beinhaltet das auch noch, dass man scheinbar ein paar chinesische zeichen beherrscht. wow. da kann man eigentlich nur applaus erwarten. warum sperre ich mich dagegen?

es mag ja manchmal hinderlich sein, aber ich hab einfach meine prinzipien und auch meinen stolz. wenn ich ins ausland gehe gebe ich mir größte mühe die namen meiner gesprächspartner korrekt auszusprechen und ich lege wert darauf ihre echten namen zu kennen. warum? weil der name für mich wichtig ist. es ist ein geschenk bzw. ein erbe der eltern, ein erkennungsmerkmal mit dem man aufgewachsen ist und das man auch bis zum lebensende mit sich trägt. für mich ist die verwendung des namens eine form von respektbezeugung. diesen respekt erwarte ich aber auch von anderen. bei flüchtigen bekanntschaften mag das egal sein, von arbeitskollegen, freunden, besseren bekannten etc. erwarte ich das aber einfach. aus diesem grund habe ich mir weder einen koreanischen namen zugelegt, noch verwende ich den alten japanischen – und ich werde mir auch im chinesischen keinen neuen zulegen. es ist mir dabei weniger wichtig ob der name 100% korrekt ausgesprochen wird. die mühe und der gute wille zählen. die debatte ob prinzipien und stolz wichtig sind fange ich gar nicht erst an. ich glaube meine leser kennen meine einstellung in der hinsicht.

Kategorien:dies und das, studium

erwartungen

5. Mai 2009 jaycup 2 Kommentare

hm, so, nach einigen überarbeitungen ist meine BA arbeit nun thematisch, schematisch und methodisch so weit, dass ich sie einreichen darf. morgen und übermorgen werde ich mich also noch den feinheiten widmen – am freitag wird eingereicht. wunderbar. dann ist das thema ERLEDIGT.

meine probleme mit dem visum werde ich hoffentlich ebenfalls bis zum ende der kommenden woche behoben haben. die notwendige offizielle einladung wird hoffentlich spätestes übermorgen eintreffen und dann versuche ich es noch einmal mit der beantragung des business-visum typ F. wird zwar eng vom zeitplan her, aber es sollte grad noch so hinhauen.

dann werde ich morgen noch meinen offiziellen wohnsitz hier abmelden, die noch übrig gebliebenen kündigungen abschicken und meine steuererklärung samt abmeldung einreichen. so langsam merke ich, dass es wirklich ernst wird.

es sind nur etwas mehr als 3 wochen übrig bis zu meinem abflug und ich merke, dass so langsam die spannung in mir immer stärker wird. ehrlich gesagt gehe ich für die ersten monate vom schlimmsten aus. ich gehe in irgendeine provinzregion im süd-westen des landes, in ein land dessen sprache ich nicht beherrsche, dessen kultur mir kaum bekannt ist und über das ich bisher eher weniger wirklich gutes gehört habe. wenn ich in ein anderes land für eine längere zeit reise sind mir eigentlich in aller regel nur zwei dinge wichtig: das essen und kontakte. ist das essen gut und hat man ein bis zwei bezugpersonen die einem alles erklären und in das leben vor ort einführen, dann komme ich wunderbar zurecht. fehlt mir eines dieser elemente kann sich der aufenthalt zu einer tortur entwickeln. dementsprechend bin ich vor allem gespannt auf mein appartment, meine arbeitskollegen und die küche vor ort.

das hotel hat sich übrigens gemeldet und mir schon mal angekündigt, dass ich die ersten 3 moante im bereich front-office arbeiten werde. es wird also quasi das gleiche was ich bereits in korea gemacht habe. ist zwar so weit ok, denn ich muss sagen, dass ich diesen job in korea zumindest wirklich gerne gemacht und auch genossen habe, aber andererseits werde ich gut darauf achten müssen nicht ausgenutzt zu werden und schön fleissig an meiner karriere arbeiten. habe mir dazu nun auch unterlagen von einem freund zum thema kostenrechnung / bwl zur verfügung stellen lassen. selbststudium wird bitter notwendig um aufzusteigen.

für meine 2 tage aufenthalt in beijing habe ich mir übrigens für einen tag bereits einen besuch in der peking-oper reserviert. der ursprung der karriere von jackie chan und auch meines alten wu-shu meisters – das muss ich mir ansehen. kostet auch nix. 15 eur für einen abend inkl. taxi-transfer und kleinem imbiss. ist ja wunderbar günstig.

Kategorien:China, studium

praktikum

2. Mai 2009 jaycup Kommentieren

nur kurz eine interessante seite für alle die noch ein praktikum suchen. es werden auch stellen in südkorea vermittelt. wenn jemand mit dieser agentur erfahrung sammelt oder schon sammeln konnte… dann bitte ich um ein feedback :- )

http://www.derpraktikant.eu

die meisten meiner besucher schauen auf die „arbeiten in korea“ seite. dort habe ich den link ebenfalls bereits eingefügt.

Kategorien:arbeit, studium

ausgebremst

28. April 2009 jaycup 2 Kommentare

hachja, heute habe ich meine BA arbeit im kolloqium vorstellen dürfen – und obwohl die präsentation sehr gut gelaufen ist, werde ich die arbeit dennoch ein wenig überarbeiten müssen. unsere prof. ist nicht ganz mit meiner methodik einverstanden und mehr rein koreanische quellen brauche ich auch. ich werd mir jetzt einen arm und ein bein rausreißen damit das möglichst schnell erledigt ist. ärgere mich wirklich sehr, weil ich einfach innerlich mit dem ganzen schon längst abgeschlossen habe und diesen tollen, aber nun langsam doch zermürbenden teil meines lebens endlich sauber abschließen will. nächste woche montag gibt es also nochmal ein treffen mit der prof., bis dahin werde ich hoffentlich alles verbessert, korrigiert und was sonst noch gemacht haben und nachdem sie dann wieder ein wenig rummeckern wird, werde ich dann nach weiteren korrekturen hoffentlich die woche darauf endgültig einreichen dürfen. argh, ich muss sagen, dass mich das langsam nur noch nervt. verstehen die leute denn nicht, dass mich neue abenteuer rufen? :- ) naja, wie sagt der koreaner? 어쩔 수 없다. kann man nix machen. nochmal ran und ja… werde meine ambitionen auf eigentständiges arbeiten zurückschrauben und nach der pfeife der dozenten tanzen. der weg des geringsten widerstandes – auch wenn er mir nicht wirklich gefällt. so ist das halt.

also was ich mal wirklich sagen muss, was mich an der uni und auch einer karriere an der uni wirklich abturnt – ist das gesamte system und dessen funktionsweise. ich habe da nur wirklich an der spitze des eisbergs gekratzt, aber je wissenschaftlicher das ganze wird, umso mehr merke ich, wie wenig das zu mir passt. dieses pingelige, kleinkarierte, unflexible theoriengefassel ist teilweise sowas von… argh, also beim besten willen, aber jeder der in die forschung geht lebt für mich irgendwie in einer anderen welt. klar, wir brauchen auch menschen die forschung betreiben und eines der ziele der uni ist sicherlich ebenfalls der aufbau eines solchen kaders an nachwuchswissenschaftlern – aber es ist genauso die aufgabe der uni den leuten einen „berufsqualifizierenden abschluss“ zu verschaffen – spätestens seit es den bachelor gibt. ist natürlich nicht so einfach wenn kaum einer der profs ahnung vom leben jenseits der uni hat… ich merke jedenfalls jedesmal sehr deutlich wenn ich es mit jmd. zu tun habe der schon mal in der wirtschaft tätig war und weiß worauf es „in der realen welt“ ankommt. das angebot als hilfswissenschaftler an der uni zu arbeiten habe ich sofort ausgeschlagen… ich werde ganz sicher kein wissenschaftler werden. nicht solange ich etwas spaß am leben haben möchte.

meine kamera ist endlich angekommen und ich bin sehr zufrieden. zig möglichkeiten, wunderbare qualität und dank 2 gb speicher sind je nach qualitätseinstellung viele hundert fotos möglich. bei aufnahmen für normale schnappschuss-fotos mit 5 mp reicht der speicher für sagenhafte 1.683 bilder. gehe ich dagegen auf die super-high-quality einstellung mit 8 mp und zig bildverfeinerungselementen reicht der speicher immer noch für 511 aufnahmen. so kann die reise bald losgehen. das beste an der kamera ist aber einfach das stabile metallgehäuse ohne billige plastikelemente. griffig, klein und leistungsstark. genau das was ich gesucht habe.

dann stehen noch andere wunderbare dinge an: mit dem finanzamt muss ich mich ein wenig unterhalten und neben der steuererklärung mich dort auch noch offiziell abmelden. bafög-amt braucht auch informationen, unterschriften und stempel von mir und von der uni. einwohnermeldeamt, krankenversicherung stehen auch auf der besucherliste und ahja, morgen hole ich erstmal mein china-visum ab. mal schauen wie freundlich ich da morgen empfangen werde. mir fällt aber nur so nebenbei ein: die damen in der koreanischen botschaft, die für die visa zuständig waren, waren damals auch nicht gerade die freundlichkeit in person. ich glaube das ist so ähnlich wie bei unseren beamten… kann man wohl niemandem wirklich übel nehmen. mal ehrlich: der job da ist ja auch nicht gerade der burner.

nun denn. ich sage mal gute nacht. ich werde meine freunde und familie hier vermissen, aber ganz ehrlich: ich freue mich wenn ich all den stress hier hinter mir lassen kann – ich brauche jetzt einfach eine neue art von stress :- )

Kategorien:studium